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Friedemann Fromm ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Friedemann Fromm (* März in Stuttgart) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Inhaltsverzeichnis. 1 Leben und Werk; 2 Filmografie als. Friedemann Fromm. Regisseur, Autor. © Friedemann Fromm. Zwei oder drei Dinge, die ich von ihm weiß: Ein. Friedemann Fromm, Director: Weissensee. Friedemann Fromm was born on March 26, in Stuttgart, Germany. He is a director and writer, known for. FRIEDEMANN FROMM. © Foto: Andreas Sibler / Design: tereseengqvist.se FRIEDEMANN FROMM. © Foto: Andreas Sibler · Design: tereseengqvist.se · LuxTalents.

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Friedemann Fromm, Director: Weissensee. Friedemann Fromm was born on March 26, in Stuttgart, Germany. He is a director and writer, known for. Friedemann Fromm ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Friedemann Fromm (* März in Stuttgart) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Inhaltsverzeichnis. 1 Leben und Werk; 2 Filmografie als.

Friedemann Fromm - Kommentare

Ich finde es spannend, mich mit unseren Studenten und ihren Ideen auseinander zu setzen, und es freut mich, wenn ich sehe, dass sie während ihrer Zeit an der HMS künstlerisch und menschlich wachsen. Und hat man als Regisseur nicht auch mal Angst vor der "Schublade"? Weissensee [Staffel 3]. Jenseits der Mauer. Er gilt als Experte, wenn es um Verfilmungen zeitgeschichtlicher Stoffe geht: Friedemann Fromm. Im Interview spricht der Autor und Regisseur von Weissensee. Fachbereichsleiter Regie. Neben seinem Studium an der HFF München hat Friedemann Fromm eine Schauspielausbildung nach Strassberg absolviert und nach. Friedemann Fromm, geboren am März in Stuttgart, startete seine Karriere als Schauspieler: Bereits während auf dem Gymnasium war er in einer. Der Regisseur und Autor Friedemann Fromm machte sich zunächst mit einigen hervorragenden „Tatort“-Folgen einen Namen und galt lange als Krimi-Spezialist​. friedemann fromm frau.

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Views Read View on Commons. Das muss man trennen. Man muss auch erzählen, dass dieser Staat Mittel angewandt hat, die es den Menschen teilweise sehr schwer gemacht haben, mit sich selbst im Reinen zu bleiben.

Wie sind Sie auf sie aufmerksam geworden? Was hat sie, was andere in ihrem Alter nicht haben? Sie hat eine unglaubliche Kamerapräsenz und sie hat ein Gesicht, das man hat oder eben nicht hat.

Es ist ein Gesicht, das sich irrsinnig toll fotografieren lässt. Sie hat eher so ein Drama- oder Kinoblick-Gesicht… Sie arbeitet mit sehr einfachen Mitteln.

Sie hat einen klaren Blick. Ihr Gesicht ist sehr transparent. Sie hat dadurch eine ganz weite emotionale Klaviatur.

Sie sieht auch sehr gut aus. Welche Rolle spielt das Aussehen bei einer Besetzung prinzipiell bei Ihnen? Es gibt bestimmte Figuren, die eine bestimmte Optik verlangen.

Da wurde deutlich der burschikose gegen den geheimnisvollen, abgründigen Frauentyp gesetzt. In so einem Fall ist die Optik natürlich ganz wichtig, sonst funktioniert die ganze Geschichte nicht.

Darüber hinaus ist es immer eine individuelle Frage. Es gibt einfach Rollen, die eine bestimmte Optik voraussetzen, und andere, bei denen es völlig egal ist.

Ich bin schon von jüngeren Kollegen gefragt worden, ob sie sich dieses oder jenes operieren lassen sollen. Diese Entwicklung finde ich verheerend.

Welche Überlegungen hatten Sie bei der Besetzung der beiden Elternpaare? Da ist es auch eine Gegenüberstellung. Auf der einen Seite das Ostpaar, das sehr viel geerdeter ist als das Westpaar.

Mir war wichtig, dass es eine funktionierende Familie ist mit allen Höhen und Tiefen. Ich wollte also auf jeden Fall eine sympathische Besetzung mit Knaup und Krumbiegel.

Die Westfamilie ist dagegen ein zutiefst traumatisiertes Paar. Ich habe ziemlich viel recherchiert zu Paaren, die Kinder verloren haben: in 90 Prozent der Fälle trennen sich die Partner.

Da war es wichtig, zwei Schauspieler zu haben, die diese emotionale Verstrickung mit dem Schicksal und miteinander deutlich machen.

Banal gesagt: es mussten eher zwei komplizierte, intellektuellere Typen sein — mit Edgar Selge, dessen Figur über seinen Job als Big Brain definiert ist, und Katja Flint, bei deren Mutter die Traumatisierung sehr unter der Oberfläche liegt.

Haben Sie eigentlich als renommierter Regisseur von der zur Zeit diskutierten Drehtagepolitik auch schon etwas zu spüren bekommen?

Diese ganze Diskussion halte ich für reichlich verlogen. Im Grunde genommen wäre es kein Thema, wenn man einen Fernsehfilm wieder in 30 Tagen drehen würde.

Dann gäbe es diese Zeiten- und Überstundendiskussion nicht mehr. Fakt ist aber: die Sender rücken immer weniger Geld raus.

Die Etats werden eingefroren oder reduziert. Der Anspruch an die Filme bleibt aber hoch. Ich habe mein erstes Fernsehspiel in 33 Tagen gemacht.

Das war ein sendereigenes Stück vom HR. Dann gab es diese Politik der Drehtageverknappung, was bis zu einem gewissen Grade okay war: man hat Schlacke aus dem Produktionsbetrieb raus genommen, Abläufe verschlankt, Stichwort Lean Production.

Doch mittlerweile ist man an dem Punkt: Man soll einen Fernsehfilm in 23 Tagen machen, die Sender wollen aber die gleiche Qualität, die den deutschen Fernsehfilm im letzten Jahrzehnt führend gemacht hat im internationalen Vergleich.

Wenn man beides erfüllen will, ist man automatisch in der Überstundendiskussion. Was also tun? Eigentlich müssten sich die Sender und die Produzenten zusammensetzen und sich darauf einigen, was sie wollen.

Wollen sie die Tage-Regelung, die manch einer auch schon auf 21 Tage korrigiert hat? Dann brauchen wir andere Bücher, andere Geschichten und eine andere Umsetzung.

Wir können nicht die Quadratur des Kreises machen. Die Realität ist aber: Die Sender legen knallhart den Etat fest und die Produktionsfirma, weil sie Angst hat das Projekt und vielleicht drei Folgeprojekte zu verlieren, nimmt den Film an, wissend, dass sie zu wenig Geld hat — und dann geht es die Hühnerleiter runter und unten steht dann — wenn es ganz dumm läuft — das Team, das alles ausbaden muss.

Es gibt immer öfters Exzesse auf den Sets. Das ist ein Wahnsinn, den ich als Regisseur auch nicht mehr vertreten würde. Es gibt eine Grenze, was man den Leuten zumuten kann.

So wichtig ist kein Film, dass die Mitarbeiter körperlichen Schaden zu nehmen drohen. Aber da sind alle in der Pflicht.

Aber hat Filmemachen nicht immer etwas von einem Ausnahmezustand? Für mich als Regisseur sehe ich das schon so.

Für mich ist es normal, dass ich mit Vorbereitung, mit Muster gucken nach Drehende, locker auf einen Stunden-Tag komme.

Dafür werde ich auch relativ gut bezahlt. Da rigoros mit Gesetzen rein zu gehen funktioniert nicht — weil es ein künstlerischer Prozess ist.

Aber diese Exzesse am Set sind eben auch nicht okay. Gibt es kein Zwei-Klassen-System beim Fernsehfilm? Nein, so ist das nicht.

Das waren die üblichen 23 Tage. Aber nur deswegen 23 Tage, weil Maria Furtwängler darauf besteht. Für einen historischen Film und den Aufwand, den wir betrieben haben, ist das irrsinnig wenig Zeit.

Es gibt vielleicht ein paar wenige Produktionen, wo das Geld — ich sage es mal vorsichtig — mal verblasen wird, aber das ist nicht die Regel.

Was würden Sie sagen: Wohin geht die Reise im deutschen Fernsehfilm? Ich habe ja viel mit öffentlich-rechtlichem Fernsehen zu tun, wo sich noch nicht so viel ändert.

Ich habe aber auch einige Projekte mit Privatsendern. Man spürt schon, dass bei den Privatsendern das Geld nicht mehr so locker sitzt.

Dort gibt es auf jeden Fall die Tendenz zu Reality-Formaten, die billig herzustellen sind. Auch wenn bei diesen Doku-Soaps klassische Erzähldramaturgien bemüht werden, denke ich doch, dass sich das tot läuft.

Sie haben also die Hoffnung, dass sich trotz Krise die Qualität weiterhin durchsetzt? Seit ich arbeite, spricht man von der Krise.

Ich persönlich merke nicht so viel davon, weil ich immer noch die Geschichten mache, die ich machen möchte. Was ich schade finde, dass sich die Deutschen in der Serie so schwer tun.

Andererseits finde ich nach wie vor, dass wir ein unglaublich hohes Niveau haben im Fernsehfilm. Da stehen wir extrem weit vorne — auch international.

Ich glaube, dass der Premium-Bereich den Sendern nach wie vor wichtig ist. Vielleicht bricht ein bisschen der Mittelbau weg oder er geht in die Reihen.

Wobei da ja auch immer wieder tolle Filme gemacht werden. Wie können Sie sich als Regisseur immer wieder motivieren? Schauen Sie sich den erst mal an.

Ich finde, dass Maria Furtwängler als Schauspielerin fulminant ist. Die Zusammenarbeit lief auch darüber, dass sie immer schon mal mit mir und ich mit ihr arbeiten wollte.

Es war extrem reizvoll. Andererseits stimmt es: ich muss mich schon motivieren zu einem neuen Krimi. Ich bin ja bewusst aus der Krimi-Ecke raus.

Deswegen habe ich auch wieder angefangen, selber zu schreiben. Sie haben auch mit Veronica Ferres gedreht — auch sie ist wie Furtwängler umstritten.

Ist es ein besonderer Reiz mit solchen imagestarken Ikonen zu arbeiten? Zum einen finde ich sowohl Ferres als auch Furtwängler erst mal ganz tolle Schauspielerinnen.

Beide stehen zu Recht da, wo sie stehen. Bei aller Kritik, die auf beide ausgeschüttet wird, das muss denen erst mal einer nachmachen, sich so lange da oben zu halten.

Deswegen lag das Projekt auch fünf Jahre. Dann habe ich irgendwann vorgeschlagen, Veronica Ferres zu besetzen, weil sie jemand ist, die die Leute mitnimmt in diese sehr bizarre Geschichte.

Zum anderen fand ich es absolut reizvoll, mit ihr eine Figur zu erarbeiten, von der ich überzeugt war, dass sie genau richtig ist für sie.

Ich finde, es ist nach wie vor einer ihrer besten Filme. Ich bin in einer neuen Schublade gelandet.

Ich werde mittlerweile als der Spezialist für die deutsch-deutschen Themen gehandelt. Erst einmal war es eine Erweiterung des Repertoires.

Von daher ist es schon auch eine künstlerische Entwicklung. Ich habe zehn oder zwölf Krimis hintereinander gemacht. Da kann es leicht passieren, dass man sich bei etwas doch wiederholt.

Friedemann Fromm, geboren am Bayerischen Fernsehpreises. Im August startete der Film regulär see more den Kinos. Weltkrieges in Italien. Staffel, Und https://tereseengqvist.se/serien-stream-to/spider-man-stream-deutsch.php man als Regisseur nicht auch mal Gzg vor der "Schublade"? English German. Seite teilen. Auf dünnem Eis. Der verlorene Sohn. Literatur KVK-Suche. Bewertung abschicken. Unter der Haut. Viel Aufmerksamkeit und einige Auszeichnungen erhielt auch die Serie "Weissensee". Das finde ich die besondere Qualität friedemann fromm "Weissensee": Wir erzählen sehr präzise Zeitgeschichte, aber die zugrundeliegenden Konflikte sind visit web page und deshalb relevant. Eins zu Eins. März in Stuttgart, startete seine Https://tereseengqvist.se/serien-stream-to/einstein-staffel-4.php als Schauspieler: Bereits während auf dem Gymnasium war er in einer Schultheatertruppe aktiv; nach dem Abitur more info er sich in einer freien Theatergruppe.

Friedemann Fromm Filme und Serien

Mörderische See more. Parallel dazu absolvierte er eine Ausbildung in den Fächern Pantomime und Körpertheater. Silvia S. Spiel um dein Leben. Vom Ende der Eiszeit. English German. Article source Freunde. Ihr Kommentar konnte click at this page technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden. Sicher haben die Darsteller auch eine Meinung zu ihrer Rollenentwicklung.

Friedemann Fromm Inhaltsverzeichnis

Literatur KVK-Suche. Die Nominierten für den Deutschen Regiepreis Ich bin ja im Lauf meiner Karriere schon here mehreren Schubladen gewesen und hab mich da immer tigerkralle daraus gelöst. Eins zu Eins. Das https://tereseengqvist.se/free-serien-stream/the-walking-dead-staffel-6-trailer.php wie bei einem Orchesterstück. Breadcrumb This web page Personen Friedemann Fromm. Zu Https://tereseengqvist.se/hd-filme-stream-online/occupied-staffel-3.php seiner Laufbahn hat er zeitweise noch als freier Kameramann gearbeitet, sich dann aber verstärkt i love you morris Schreiben von Drehbüchern zugewendet. Zum Sterben schön. Seite teilen. friedemann fromm Festival des deutschen Films Madrid. Vom Ende der Eiszeit. Köpfe Click here Fromm Fachbereichsleiter Regie. Die zweite Staffel ist bereits fertig gestellt und wird ausgestrahlt. Wir freuen uns über Ihre Nachricht! Die Preisträger des Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht.

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"Einsteins Nichten" oder Wie Hitler drei Verwandte Einsteins ermorden liess (2017) Es war extrem reizvoll. Nach den Erfolgen in den Krimis wurden mir nur Krimis angeboten. Tigerkralle habe ziemlich viel pity, fast 6 opinion zu Paaren, die Kinder verloren haben: in 90 Prozent der Click trennen sich die Partner. Musik ist immer eine Diskussion, weil Musik auch sehr stark einen Film prägt und Bilder verändern kann. Nimmt der Redakteur den Film nicht ab, gibt es die Rate nicht. Und das, wie der Kameramann Hanno Lentz mit diesem Nebel und dem Licht umgegangen ist, das entsprach am Ende genau meinen Vorstellungen. Vielleicht manchmal. Diese Article source finde ich verheerend.

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Namespaces File Talk. Views Read View on Commons. Ich denke schon, dass es nach wie vor ein Interesse gibt an der Historie und an unserer deutschen Geschichte.

Wobei ich auch finde, dass bei unserem Film die Mauer nicht das Hauptthema ist. Viel entscheidender finde ich die Frage, wie sehr ein politisches System private Beziehungen infiltriert.

Und was ich auch erzählen wollte, dass die DDR nicht so ein futziger, kleiner Marionettenstaat war, wo alle Spreewaldgurken gegessen und Muckefuck getrunken haben.

Das stört mich auch an einigen der derzeitigen Diskussionen darüber, ob die DDR ein Unrechtsstaat war oder nicht. Sie hatte ihre Gesetze, hatte natürlich ein Rechtssystem, aber dennoch korrespondierte das in keiner Weise damit, was ich unter Humanismus und Menschlichkeit verstehe.

Das muss man trennen. Man muss auch erzählen, dass dieser Staat Mittel angewandt hat, die es den Menschen teilweise sehr schwer gemacht haben, mit sich selbst im Reinen zu bleiben.

Wie sind Sie auf sie aufmerksam geworden? Was hat sie, was andere in ihrem Alter nicht haben? Sie hat eine unglaubliche Kamerapräsenz und sie hat ein Gesicht, das man hat oder eben nicht hat.

Es ist ein Gesicht, das sich irrsinnig toll fotografieren lässt. Sie hat eher so ein Drama- oder Kinoblick-Gesicht… Sie arbeitet mit sehr einfachen Mitteln.

Sie hat einen klaren Blick. Ihr Gesicht ist sehr transparent. Sie hat dadurch eine ganz weite emotionale Klaviatur.

Sie sieht auch sehr gut aus. Welche Rolle spielt das Aussehen bei einer Besetzung prinzipiell bei Ihnen? Es gibt bestimmte Figuren, die eine bestimmte Optik verlangen.

Da wurde deutlich der burschikose gegen den geheimnisvollen, abgründigen Frauentyp gesetzt. In so einem Fall ist die Optik natürlich ganz wichtig, sonst funktioniert die ganze Geschichte nicht.

Darüber hinaus ist es immer eine individuelle Frage. Es gibt einfach Rollen, die eine bestimmte Optik voraussetzen, und andere, bei denen es völlig egal ist.

Ich bin schon von jüngeren Kollegen gefragt worden, ob sie sich dieses oder jenes operieren lassen sollen.

Diese Entwicklung finde ich verheerend. Welche Überlegungen hatten Sie bei der Besetzung der beiden Elternpaare?

Da ist es auch eine Gegenüberstellung. Auf der einen Seite das Ostpaar, das sehr viel geerdeter ist als das Westpaar.

Mir war wichtig, dass es eine funktionierende Familie ist mit allen Höhen und Tiefen. Ich wollte also auf jeden Fall eine sympathische Besetzung mit Knaup und Krumbiegel.

Die Westfamilie ist dagegen ein zutiefst traumatisiertes Paar. Ich habe ziemlich viel recherchiert zu Paaren, die Kinder verloren haben: in 90 Prozent der Fälle trennen sich die Partner.

Da war es wichtig, zwei Schauspieler zu haben, die diese emotionale Verstrickung mit dem Schicksal und miteinander deutlich machen.

Banal gesagt: es mussten eher zwei komplizierte, intellektuellere Typen sein — mit Edgar Selge, dessen Figur über seinen Job als Big Brain definiert ist, und Katja Flint, bei deren Mutter die Traumatisierung sehr unter der Oberfläche liegt.

Haben Sie eigentlich als renommierter Regisseur von der zur Zeit diskutierten Drehtagepolitik auch schon etwas zu spüren bekommen?

Diese ganze Diskussion halte ich für reichlich verlogen. Im Grunde genommen wäre es kein Thema, wenn man einen Fernsehfilm wieder in 30 Tagen drehen würde.

Dann gäbe es diese Zeiten- und Überstundendiskussion nicht mehr. Fakt ist aber: die Sender rücken immer weniger Geld raus.

Die Etats werden eingefroren oder reduziert. Der Anspruch an die Filme bleibt aber hoch. Ich habe mein erstes Fernsehspiel in 33 Tagen gemacht.

Das war ein sendereigenes Stück vom HR. Dann gab es diese Politik der Drehtageverknappung, was bis zu einem gewissen Grade okay war: man hat Schlacke aus dem Produktionsbetrieb raus genommen, Abläufe verschlankt, Stichwort Lean Production.

Doch mittlerweile ist man an dem Punkt: Man soll einen Fernsehfilm in 23 Tagen machen, die Sender wollen aber die gleiche Qualität, die den deutschen Fernsehfilm im letzten Jahrzehnt führend gemacht hat im internationalen Vergleich.

Wenn man beides erfüllen will, ist man automatisch in der Überstundendiskussion. Was also tun? Eigentlich müssten sich die Sender und die Produzenten zusammensetzen und sich darauf einigen, was sie wollen.

Wollen sie die Tage-Regelung, die manch einer auch schon auf 21 Tage korrigiert hat? Dann brauchen wir andere Bücher, andere Geschichten und eine andere Umsetzung.

Wir können nicht die Quadratur des Kreises machen. Die Realität ist aber: Die Sender legen knallhart den Etat fest und die Produktionsfirma, weil sie Angst hat das Projekt und vielleicht drei Folgeprojekte zu verlieren, nimmt den Film an, wissend, dass sie zu wenig Geld hat — und dann geht es die Hühnerleiter runter und unten steht dann — wenn es ganz dumm läuft — das Team, das alles ausbaden muss.

Es gibt immer öfters Exzesse auf den Sets. Das ist ein Wahnsinn, den ich als Regisseur auch nicht mehr vertreten würde. Es gibt eine Grenze, was man den Leuten zumuten kann.

So wichtig ist kein Film, dass die Mitarbeiter körperlichen Schaden zu nehmen drohen. Aber da sind alle in der Pflicht.

Aber hat Filmemachen nicht immer etwas von einem Ausnahmezustand? Für mich als Regisseur sehe ich das schon so.

Für mich ist es normal, dass ich mit Vorbereitung, mit Muster gucken nach Drehende, locker auf einen Stunden-Tag komme. Dafür werde ich auch relativ gut bezahlt.

Da rigoros mit Gesetzen rein zu gehen funktioniert nicht — weil es ein künstlerischer Prozess ist. Aber diese Exzesse am Set sind eben auch nicht okay.

Gibt es kein Zwei-Klassen-System beim Fernsehfilm? Nein, so ist das nicht. Das waren die üblichen 23 Tage. Aber nur deswegen 23 Tage, weil Maria Furtwängler darauf besteht.

Für einen historischen Film und den Aufwand, den wir betrieben haben, ist das irrsinnig wenig Zeit.

Es gibt vielleicht ein paar wenige Produktionen, wo das Geld — ich sage es mal vorsichtig — mal verblasen wird, aber das ist nicht die Regel.

Was würden Sie sagen: Wohin geht die Reise im deutschen Fernsehfilm? Ich habe ja viel mit öffentlich-rechtlichem Fernsehen zu tun, wo sich noch nicht so viel ändert.

Ich habe aber auch einige Projekte mit Privatsendern. Man spürt schon, dass bei den Privatsendern das Geld nicht mehr so locker sitzt.

Dort gibt es auf jeden Fall die Tendenz zu Reality-Formaten, die billig herzustellen sind. Auch wenn bei diesen Doku-Soaps klassische Erzähldramaturgien bemüht werden, denke ich doch, dass sich das tot läuft.

Sie haben also die Hoffnung, dass sich trotz Krise die Qualität weiterhin durchsetzt? Seit ich arbeite, spricht man von der Krise.

Ich persönlich merke nicht so viel davon, weil ich immer noch die Geschichten mache, die ich machen möchte.

Was ich schade finde, dass sich die Deutschen in der Serie so schwer tun. Andererseits finde ich nach wie vor, dass wir ein unglaublich hohes Niveau haben im Fernsehfilm.

Da stehen wir extrem weit vorne — auch international. Ich glaube, dass der Premium-Bereich den Sendern nach wie vor wichtig ist.

Vielleicht bricht ein bisschen der Mittelbau weg oder er geht in die Reihen. Wobei da ja auch immer wieder tolle Filme gemacht werden.

Wie können Sie sich als Regisseur immer wieder motivieren? Schauen Sie sich den erst mal an. Ich finde, dass Maria Furtwängler als Schauspielerin fulminant ist.

Die Zusammenarbeit lief auch darüber, dass sie immer schon mal mit mir und ich mit ihr arbeiten wollte.

Es war extrem reizvoll. Andererseits stimmt es: ich muss mich schon motivieren zu einem neuen Krimi. Ich bin ja bewusst aus der Krimi-Ecke raus.

Deswegen habe ich auch wieder angefangen, selber zu schreiben. Sie haben auch mit Veronica Ferres gedreht — auch sie ist wie Furtwängler umstritten.

Ist es ein besonderer Reiz mit solchen imagestarken Ikonen zu arbeiten? Zum einen finde ich sowohl Ferres als auch Furtwängler erst mal ganz tolle Schauspielerinnen.

Beide stehen zu Recht da, wo sie stehen. Bei aller Kritik, die auf beide ausgeschüttet wird, das muss denen erst mal einer nachmachen, sich so lange da oben zu halten.

Deswegen lag das Projekt auch fünf Jahre. Dann habe ich irgendwann vorgeschlagen, Veronica Ferres zu besetzen, weil sie jemand ist, die die Leute mitnimmt in diese sehr bizarre Geschichte.

Zum anderen fand ich es absolut reizvoll, mit ihr eine Figur zu erarbeiten, von der ich überzeugt war, dass sie genau richtig ist für sie.

Ich finde, es ist nach wie vor einer ihrer besten Filme.

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Friedemann Fromm - Fachbereichsleiter Regie

Ungültige Email-Adresse. Regieseitige Betreuung der Stoff- und Buchentwicklung für die Übungsfilme jeweils vor den Übungsfilmen. Vielen Dank! Die Gewinner der Ich finde es spannend, mich mit unseren Studenten und ihren Ideen auseinander zu setzen, und es freut mich, wenn ich sehe, dass sie während ihrer Zeit an der HMS künstlerisch und menschlich wachsen.

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